Hamurabi

Hamurabi

Wie schon in Javaris Geschichte erzählt, brauchte Javari einen Kumpel, damit er sich wieder von seiner Trauer erholen kann. (Gesunde und stabile Katzen, können auch mit Katzen die an Fip erkrankt sind, Kontakt haben, ohne dass sie selbst daran erkranken). Nachdem wir ein sehr langes Telefongespräch mit der Züchterin hatten, fuhren wir am späten Abend noch zu ihr. Ein kleiner sehr selbstbewusster Kater, lief wie ein Halbstarker durch den Raum und präsentierte sich als wäre er der Größte. Wir kamen nach einiger Zeit dann zu dem Entschluss, diese kleinen Kraftprotz mitzunehmen. Als wir zu Hause ankamen, war natürlich die Aufregung groß, wie Javari auf seinem neuen Kumpel reagiert. Wir stellten also die Box ins Wohnzimmer und öffneten sie, wir setzten uns dann auf die Couch, um von da aus alles beobachten zu können. Ganz langsam kam Hamurabi aus seiner Box und Javari wollte ihn beschnuppern, was Hamurabi erstmal gar nicht gefiel. Vorne ja, hinten nein. So ging es eine ganze Weile. Hamurabi erkundete erstmal die Wohnung und Javari hinterher. Ab und zu setzte ich Hamuba, so nannten wir ihn inzwischen, in die Katzentoilette, damit er wusste, wo sie stand. Da es mit der Weile schon sehr spät war, gingen wir ins Bett und nahmen Hamuba mit. Javari, der ja sowieso immer bei mir schlief, kam natürlich gleich hinterher. Hamuba saß bei meinem Mann im Arm und Javari davor. Nach ungefähr 2 Stunden hat sich Hamuba dann entschlossen Javari zu akzeptieren und lies sich von ihm putzen. Javari wusch im das Gesicht und die Ohren und Hamuba genoss das sichtlich. Am nächsten Morgen liefen sie gemeinsam durch die Wohnung, als ob sie schon immer zusammen waren. Wir sprachen am nächsten Tag mit der Züchterin, das alles in Ordnung ging und mit unserer Tierärztin, dass wir einen neuen Kater haben. Javari ging es richtig gut, er fraß wie eine siebenköpfige Raupe und die beiden harmonierten bestens zusammen.

Als Hamurabi dann seine nächste Impfung bekommen sollte, nahmen wir Javari mit und ließen gleich beide untersuchen. Es wurde bei beiden Blut abgenommen die Tierärztin staunte, wie gut Javari doch jetzt aussieht und fand, dass er sich prächtig entwickelt hätte. Ein paar Tage später dann kam das Ergebnis der Blutuntersuchung wir waren total angespannt, dann der Befund. Javaris Titer ist zurückgegangen und bei Hamurabi lag kein Fip vor. Uns fiel ein riesen Stein von Herzen, dass man es in ganz Berlin hätte hören müssen. Wir wurden noch vom Institut gefragt, ob wir die Daten von Javari zwecks einer Studie zur Verfügung stellen würden, da eine Genesung in dieser Art, so gut wie nie passiert ist. Wir stimmten zu und überließen dem Institut die Unterlagen. Diese wundersame Heilung haben wir der Tierärztin, die gut erkannt hat, dass es mit einem Partner, Javari wieder besser gehen könnte und dem Verständnis der Züchterin und den Mut uns eins ihrer Tiere anzuvertrauen, zu verdanken. Hamuba entwickelte sich prächtig und hatte den Hang, hoch hinaus zu wollen. Nichts war im zu hoch, der Kratzbaum (2,25) war im nicht hoch genug, er schaute immer nach einer Möglichkeit noch höher zu kommen. Unsere Sitzecke, eine Zweier und eine Dreier-Kombination, war so gestellt, dass der Zweier ungefähr 1,5 m vor der Schrankwand stand. Von der Lehne aus ca. 70 cm hoch, sprang er mit einem Satz auf die 2,65 Meter hohe Schrankwand. Das haben wir allerdings am Anfang nicht mitbekommen und so kam es zu der Geschichte, die ihr in der Zwischenmahlzeit nachlesen könnt. Hamurabi war ein richtiger Racker, genau das Gegenteil von Javari, der eher mehr der Ruhige war. Das Fellmaus Spielzeug wurde durch die Luft geschmissen, kleine Papierkügelchen wurden in tausend kleine Schnipsel zerrissen. Abends auf der Couch war er dann auch immer der Jenige, der drängelte, um den besten Platz bei mir auf dem Schoß zu haben. Unsere Fred (das Frettchen) konnte er überhaupt nicht leiden, am liebsten hätte er ihn wohl mordzackeriert. Fred bekam ein Gitter, welches wir vor die Balkontür stellten, damit er nicht mehr in die Stube konnte und dass Hamuba sich nicht auf den Fred stürzen konnte. Wobei ich nicht weiß ob nicht evtl. Hamurabi den Kürzeren gezogen hätte, da er noch sehr unerfahren und jung war. Hamuba hatte auch grundsätzlich das letzte Wort, wenn ich mal Hamuba zeigen musste, was er nicht darf, wurde das sofort mit lautem Protest dokumentiert. Als Hamurabi ausgewachsen war, überragte er um fast 8 cm Javari und war somit im wahrsten Sinne des Wortes "Der Größte“.Die beiden ergänzten sich herrlich und wir freuten uns immer wieder sie so zusammen zu sehen, das ist also Hamurabi und dann kam...........???

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