Ein wahre Geschichte

Eine kleine Tiergeschichte

Teil 1

Mein Vater war sehr dominant und führte ein starkes Regiment. Meine Mutter hatte da ein sehr schweres Los, denn nicht immer, fand Sie die Handlungsweise meines Vaters in Ordnung. Er war zum Beispiel der Meinung, dass jegliches Getier nicht in eine Wohnung gehöre. Wobei meine Mutter doch so viel Verständnis dafür hatte, das ich unbedingt auch ein Haustier haben wollte. Das änderte aber nichts an der Tatsache, das ich immer wieder, ob wohl mein Vater sehr streng war und ich gerade mal 5 Jahre alt, irgendetwas nach Hause schleppte. Da war zum Beispiel mal ein aus dem Nest gefallender Grünfink, der noch nicht alleine fressen konnte. Damit fing eigentlich die Geschichte erst richtig an.................

Meiner Mutter, der der Vogel auch leid tat, konnte Vater aber überzeugen und meinte: " wenn man den jetzt wieder raussetzen würde, müsste er sterben! „Weil doch seine Vogeleltern ihn jetzt nicht mehr füttern würden, da ich ihn in der Hand hatte. Der kleine Piepmatz wurde dann mithilfe eines Zahnstochers und Haferflocken, die meine Mutter mit gekochtem Eigelb vermischt aufgezogen. Mein Vater rief energisch: "Spätestens dann, wenn er alleine fressen kann, wird er aber wieder fliegen gelassen! So blieb er also und wuchs heran und langsam fand auch er gefallen daran. Dann kamen die ersten Flugversuche und die waren alles andere als lustig. Ein Glück, das mein Vater arbeiten war und davon gar nichts mitbekommen hat ..... ..... ich glaube, er hätte den Tag garantiert nichts gegessen.

Meine Mutter macht gerade Bananen-Quarkspeise, die ich, aber auch mein Vater gerne gegessen haben. Die Quarkspeise war fast fertig und meine Mutter streute noch etwas Zucker ein, als plötzlich Max (so haben wir den Vogel genannt) bei einem Flugversuch kopfüber in die Quarkspeise flog. In Anbetracht dessen, dass mein Vater bald nach Hause kommen würde, musste alles ganz schnell gehen. Meine Mutter nahm eine Schüssel mit etwas lauwarmen Wasser und badete kurzer Hand schnell den vollkommen mit Quark bematschten Vogel. Das hat mein Vater natürlich nie erfahren und die Quarkspeise schmeckte an diesem Tag besonders gut, sowie er sagte. (Hi, hi. ...).

Als der Max dann groß und kräftig war, kam der Tag, an dem er nun freigelassen werden sollte. Mein Vater öffnete das Küchenfenster, damit er nun wie er dachte, freudig der Freiheit entgegen fliegen würde. Da aber hatte er sich geirrt, denn Max dachte gar nicht daran uns zu verlassen, er flog zwar ein bisschen heraus, drehte eine Schleife und kam so fort wieder zurück. So ein blöder Vogel schimpfte mein Vater, na warte, da werde ich ein bisschen nachhelfen. Er zog die Gardine ruckartig zu, so das der Vogel vor Schreck noch einmal rausflog, dann schloss mein Vater das Fenster in aller Eile und sagte: "Seht Ihr, so macht man das." Voll zufrieden zog sich mein Vater in das Wohnzimmer zurück und las in aller Ruhe seine Morgenzeitung. Ich stand in der Küche und heulte Rotzblasen und Reiherschnecken, wie man so schön sagt. Meine Mutter tröstete mich und sagte: „Der hat es draußen viel schöner und findet da auch seine Geschwister.“

 

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